Nicht nur wir Jäger haben festgestellt, dass immer mehr Kinder, Jugendliche und auch
Erwachsene immer weniger über unsere heimischen Tiere und Pflanzen wissen.
Kinder und Jugendliche haben heute kaum noch Kontakt zur Natur. Deswegen haben sie
auch - wie viele Erwachsenen - Schwierigkeiten, das Prinzip der nachhaltigen Nutzung
zu verstehen.
So intensiv wie keine andere gesellschaftliche Gruppe bemühen sich die Jäger darum,
Kinder und Jugend zurück zur Natur zu bringen. Dies geschieht zum Teil durch die
rollenden Waldschulen. Der Landesjagdverband Mecklenburg/Vorpommern stellt diese
zur Verfügung. Bei den rollenden Waldschulen steht die elementare Artenkunde im
Vordergrund.
Zum anderen gehen die Jäger in ihrer Freizeit in die Kindergärten und Schulen oder öffnen
ihre Reviere um die Jugend über die Tiere im Wald und in den Feldern zu informieren.
Sehr hilfreich ist auch ein gemeinsamer Ansitz - ein Tag des offenen Hochsitzes - mit an-
schließender Auswertung am Lagerfeuer.
Es wurde hierfür schon umfangreiches Lehrmaterial und CD´s erarbeitet die von den
Lehrern zur Vorbereitung solcher Veranstaltungen genutzt werden können.
Mit dem "Lernort Natur", als außerschulischer Lernort zur praktischen Unterstützung des
Unterrichs sollen die Schüler u.a. lernen, sich mit den Fragen der Umwelt, der
heimischen Fauna und Flora auseinander zu setzen. Das ist mit reinem Buchwissen
nicht oder nur sehr schwierig zu erreichen.
Hier wollen wir Jäger den Pädagogen bei der Umsetzung dieses Themas behilflich sein,
denn "Natur kann man nicht beschreiben - Natur muß man erleben".
So haben einige Jäger des Hegeringes Gützkow-Peenetal die Initiative ergriffen und mit
Schüler der 6.Klasse der Peenetal-Schule Gützkow ein Tag des "Offenen Hochsitzes"
durchgeführt. Um 16.00 Uhr ging es mit den Kindern ins Revier um Wildtiere aus der
Nähe zu beobachten.
Danach war noch ausreichend Zeit das Erlebte am Lagerfeuer auszutauschen. Nachdem
sich dann alle, mit Bockwurst am Spieß, gestärkt hatten wurde das Quiz ausgewertet.
Wenn auch einige Fragen von wenigen nicht richtig beantwortet wurden, erhielten doch
alle einen Preis. Am Ende war es ein gelungener Nachmittag an dem auch die Kinder
sichtlich Freude hatten.
Damit war der Anfang gemacht mit den Kindern Wege zu finden um der Natur zu
begegnen und persönliche Erfahrungen im Umgang mit der Natur zu sammeln, um
verantwortungsbewusst handeln zu können.
Um die Arbeit mit den Kindern zu intensivieren wurde in Kooperation mit dem ASF in
Gribow eine Informations-und Begegnungsstätte "Jagd und Natur" errichtet.
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