Der 3.November ist der Hubertustag, benannt nach Hubertus, den Bischof von
Lüttich und Mastrich, dem Schutzpatron der Jäger und Schützen.
In der Legende wird berichtet, das Hubertus bei einer Jagd einem Hirsch mit einem
leuchtenden Kruzifix zwischen den Geweihstangen erschienen war. Aus Hubertus,
dem Jäger ohne Grenzen, wurde fortan ein Heger und Bewahrer der Natur.
Bereits im 10.Jahrhundert wurde Hubertus von Jägern als ihr Schutzpatron veehrt.
Die Botschaft der Legende mahnt die Menschen heute, verantwortungsvoll mit
Natur und Umwelt umzugehen und soll den zügellosen und nur seinem Trieb
folgenden Jäger verdeutlichen, das Tiere Geschöpfe Gottes sind wie wir und das
bei aller nachhaltigen Nutzung mit Achtung und Würde behandelt werden müssen.
Das Töten zur nachhaltigen Nutzung ist wertneutral, die Art der Tötung unterliegt
aber durchaus moralischen Wertungen. Deshalb gibt es eine Ethik der Jagd, der
wir Jäger uns verpflichtet fühlen. Diese nennen wir Weidgerechtigkeit. Sie ist durch
ethisches Pflichtgebot bestimmte Verhaltensweise des Jägers gegenüber dem
Wild und seiner Umwelt.
Der Jagdschrifftsteller Gerd von Lettow-Vorbeck schildert die Entwicklung des
guten weidgerechten Jägers so:
"Erst wird man von seiner Jagdpassion getrieben, später
tritt Mitleid mit dem Tier und damit auch Wehmut beim
Töten hinzu, und letztlich tötet er zudem noch aus Einsicht
in die Natur und damit gerade aus Liebe zur Schöpfung".
In vielen Orten und Gemeinden werden rund um den 3. November Hubertus-
messen mit Jagdhörnerklängen gefeiert.
So fand auch im November 2003, auf Initiative von Herrn Pastor Jeromin, dem
Kreisjägermeister Herr Dr. Seils und dem Hegering Gützkow-Peenetal, erstmals
in der Evangelischen Kirche St. Nikolai zu Gützkow die Hubertusmesse statt.
Die Huberstusmesse ist aus gegebenen Anlass ein musikalisch gestalteter Gottes-
dienst besonderer Widmung und besonderen Inhaltes.
Der besonderen Widmung - den mit den Tieren von Feld und Wald und der Jagd
verbundenen, mit dem besonderen Inhalt - die Verantwortung des Menschen in
der Schöpfung Gottes.
Die Hubertusmesse findet seitdem in jedem Jahr Anfang November statt.
Eingeläutet wirde der Hubertus-Gottesdienst mit dem Einmarsch der anwesenden
Jäger. Die Greifswalder Jaghornbläser empfangen die Besucher, mit Jagdsignalen,
am Eingang der Kirche.
Musikalisch gestaltet wirde der Gottesdienst durch die Parforce-Jagdhornbläser-
gruppe aus Usedom, unter der Leitung von Frau Daniela Heuer. In der Gützkower
Kirche, mit besonderer Akustik, immer wieder ein Erlebnis. Einen würdigen Ab-
schluß findet dann die Hubertusmesse bei Feuerschein und Jagdhörnerklang mit
Glühwein und Wildschwein am Spieß, zu dem Herr Pastor Jeromin zuvor auf dem
Pfarrhof eingelädt.
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